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Cybersicherheit, Ransomware

Der Umgang mit Ransomware auf globaler Ebene

Taylor Grossman vom IST vermittelt wertvolle Erkenntnisse aus der Ransomware Task Force.


Taylor Grossman, stellvertretende Direktorin für digitale Sicherheit am Institute for Security and Technology (IST), war kürzlich zu Gast in Folge 8 des Podcasts „The Resilience Rundown“. Thomas Bryant von Commvault sprach mit Taylor über das drängende Thema Ransomware. Taylor verfügt über umfangreiches Wissen aus der Praxis der Cybersicherheit und teilt ihre wertvollen Erkenntnisse zur Bekämpfung dieser sich ständig weiterentwickelnden Bedrohung.

Die Entstehung der Ransomware-Taskforce

Das IST, ein gemeinnütziger, überparteilicher Think Tank mit Sitz in der Bay Area, rief im Herbst 2020 die „Ransomware Task Force“ ins Leben – als direkte Reaktion auf die alarmierende Zunahme von Ransomware-Angriffen, insbesondere in der Anfangsphase der Pandemie. Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen und andere kritische Sektoren gerieten zunehmend ins Visier, was deutlich machte, dass sich Ransomware von einer bloßen Form der Cyberkriminalität zu einer erheblichen Bedrohung für die nationale Sicherheit entwickelt hat. Die Task Force, die sich aus über 60 Experten aus verschiedenen Bereichen wie Regierung, Wissenschaft und Privatwirtschaft zusammensetzt, hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Ransomware aus einer ganzheitlichen Perspektive anzugehen.

Ein umfassender Rahmen zur Bekämpfung von Ransomware

Im April 2021 veröffentlichte die Task Force einen wegweisenden Bericht, in dem eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von Ransomware dargelegt wurde. Der Bericht enthält 48 detaillierte Empfehlungen, die in vier Hauptbereiche unterteilt sind: Abschreckung vor Bedrohungen, Unterbindung von Aktivitäten, Vorbereitung auf Reaktionen und effektive Reaktion auf Vorfälle. Diese Empfehlungen betonen die Bedeutung koordinierter Strafverfolgungsmaßnahmen, robuster Anti-Ransomware-Kampagnen und der Regulierung der Kryptowährungs-Ökosysteme, die diese Verbrechen begünstigen.

Fortschritte und anhaltende Herausforderungen

Seit der Veröffentlichung des ersten Berichts wurden erhebliche Fortschritte im Kampf gegen Ransomware erzielt. In den jährlichen Fortschrittsberichten werden Verbesserungen hervorgehoben und Bereiche aufgezeigt, die mehr Aufmerksamkeit erfordern. Ein bemerkenswerter Fortschritt ist die verstärkte Konzentration auf die Meldung von Vorfällen, die durch gesetzliche Maßnahmen wie den „Cyber Incident Reporting for Critical Infrastructure Act“ von 2022 unterstützt wurde.

Trotz dieser Bemühungen bleiben Herausforderungen bestehen. Der Gesundheitssektor ist nach wie vor besonders anfällig, wobei die jüngsten Angriffe das Potenzial für unmittelbare und schwerwiegende Folgen deutlich machen. Strategische Störungen von Ransomware-Operationen, wie beispielsweise die Zerschlagung von LockBit, zeigen zwar, dass eine effektive internationale Zusammenarbeit möglich ist, machen aber auch deutlich, dass kontinuierliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Neubildung krimineller Gruppen zu verhindern.

Die Rolle der Kryptowährung bei Ransomware

Ein wichtiger Schwerpunkt für IST war das mit Ransomware verbundene Zahlungsökosystem. Der Prozess von der Lösegeldforderung bis zur Geldwäsche umfasst zahlreiche Schritte, an denen Maßnahmen ergriffen werden können. Die Identifizierung und Regulierung unzureichend überwachter Komponenten dieses Ökosystems ist entscheidend für die Zerschlagung der finanziellen Infrastruktur, die Cyberkriminelle unterstützt.

Jeder hat eine Rolle zu spielen

Der Kampf gegen Ransomware erfordert gemeinsame Anstrengungen. Regierungen müssen die politischen Rahmenbedingungen verbessern und die Meldevorschriften harmonisieren. Die Privatwirtschaft muss der Sicherheit bereits ab der Entwurfsphase Priorität einräumen, um widerstandsfähigere Systeme zu entwickeln. Auch die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit spielen eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Abwehrmaßnahmen gegen diese Bedrohungen.

Mitmachen und mehr erfahren

Für diejenigen, die mehr über die Arbeit des IST erfahren oder sich in der Community engagieren möchten, empfiehlt Taylor, die Website des Instituts zu besuchen und an den öffentlichen Webinaren und Rundtischgesprächen teilzunehmen. Diese Plattformen bieten eine Fülle von Informationen und ermöglichen den direkten Austausch mit Experten auf diesem Gebiet.

Während wir uns weiterhin mit den Komplexitäten der Cybersicherheit auseinandersetzen, erinnern uns diese Erkenntnisse daran, wie wichtig Widerstandsfähigkeit, Zusammenarbeit und proaktive Maßnahmen im fortwährenden Kampf gegen Ransomware sind.

Hören Sie sich hier die vollständige Podcast-Folge an.

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