Die fünfte Ausgabe des Berichts „State of Data Readiness in ANZ“, ein von Commvault in Auftrag gegebener Tech Research Asia Insights Report, bietet einen kritischen Blick auf die aktuelle Lage in den Bereichen Datenmanagement, Cybersicherheit und regulatorischer Druck, mit denen Unternehmen in Australien und Neuseeland (ANZ) konfrontiert sind. Basierend auf einer Umfrage unter 408 Unternehmen in der gesamten Region beleuchtet der Bericht wichtige Trends und die harte Realität, wie Unternehmen mit einem zunehmend komplexen digitalen Umfeld zurechtkommen. Da wir Forschungsergebnisse oft auf globaler Ebene betrachten, ist es besonders wertvoll, eine lokale Perspektive auf die Readiness der Daten zu haben. Während sich das Datenwachstum leicht verlangsamt hat, sind die Herausforderungen in Bezug auf Datenmanagement, -sicherheit und -wiederherstellung größer geworden. Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht.
Das Daten- und Regulierungsumfeld: Ein verworrenes Netz
Unternehmen haben mit immer größer werdenden Datenbeständen und immer strengeren Vorschriften zu kämpfen.
- Verlangsamtes Wachstum, anhaltende Ausbreitung: Die jährliche Datenwachstumsrate in Australien und Neuseeland hat sich von 28 % im letzten Jahr auf 27 % in diesem Jahr leicht verlangsamt. Eine Mehrheit von 62 % arbeitet weiterhin in gemischten (Multi- oder Cloud-)Datenumgebungen, und dieser Anteil wird bis 2026 voraussichtlich auf 71 % steigen.
- Vertrauenslücke: Eine besorgniserregende Anzahl von Unternehmen hat kein Vertrauen in ihre Fähigkeit, den Geschäftsbetrieb nach einem Sicherheitsvorfall wiederherzustellen. 54 % der australischen und 63 % der neuseeländischen Unternehmen fühlen sich unvorbereitet.
- Komplexität der Vorschriften: Die regulatorischen Rahmenbedingungen werden immer schwieriger zu durchschauen. 55 % der australischen und 53 % der neuseeländischen Unternehmen sind nun verpflichtet, Datenkopien in separaten Clouds zu speichern, um die Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus sehen sich mehr als ein Drittel der Unternehmen mit widersprüchlichen Datenvorschriften in verschiedenen Regionen konfrontiert.
- Der Aufstieg der KI-Regulierung: Die Einhaltung KI-spezifischer Vorschriften wird zunehmend wichtiger. 28 % der Unternehmen unterliegen bereits solchen Vorschriften, weitere 40 % rechnen damit, dass dies im Laufe des nächsten Jahres der Fall sein wird.
Das KI-Paradoxon: Hohe Akzeptanz trotz hohem Risiko
Die Begeisterung für KI ist groß, geht jedoch mit erheblichen Sicherheitsbedenken einher.
- Risiko vs. Nutzen: Während 73 % der Unternehmen in Australien und Neuseeland geschäftsorientierte KI-Lösungen einsetzen, glauben 68 % von ihnen, dass diese Einführung die Wahrscheinlichkeit einer Cybersicherheitsverletzung erhöht.
- Mangelnde Sorgfalt: Ganze 63 % der Unternehmen gaben zu, dass sie vor dem Einsatz ihrer KI-Tools keine gründlichen und umfassenden Sicherheitsprüfungen durchführen.
- Fehlende Richtlinien: Nur 29 % der Unternehmen verfügen über umfassende Richtlinien zum Schutz der von KI-Lösungen generierten Daten und Inhalte.
Wiederherstellung: Eine Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität
Die Kluft zwischen den Erwartungen der Unternehmensleiter hinsichtlich der Wiederherstellung und der tatsächlichen Situation vor Ort für IT-Teams bleibt ein großes Problem.
- Die Kluft zwischen Erwartung und Realität: Achtzig Prozent der Führungskräfte erwarten, dass sie sich innerhalb von fünf Tagen von einem Cybersicherheitsvorfall erholen. Die harte Realität sieht jedoch so aus, dass es durchschnittlich vier Wochen dauert, bis ein Mindestmaß an Geschäftsbetrieb wiederhergestellt ist.
- Die Verbreitung von Ransomware: 70 % der Unternehmen in Australien und Neuseeland haben bereits eine Ransomware-Forderung erhalten, und von diesen gaben 20 % zu, diese bezahlt zu haben. Interessanterweise zahlten 15 % der Unternehmen, die eine „Keine-Zahlung“-Richtlinie angegeben hatten, bei einem tatsächlichen Angriff dennoch das Lösegeld.
- Die Kraft der Erfahrung: Der Bericht liefert eine faszinierende Erkenntnis: Erfahrung ist ein harter, aber effektiver Lehrmeister. Unternehmen, die Opfer eines Angriffs geworden sind, führen mit 1,5-mal höherer Wahrscheinlichkeit gründliche Überprüfungen ihrer KI-Tools durch und testen im Rahmen ihrer Incident-Response-Pläne doppelt so häufig alle geschäftskritischen Workloads. Umgekehrt glauben Unternehmen, die noch nicht angegriffen wurden, mit 1,5-mal höherer Wahrscheinlichkeit, dass sie sich innerhalb eines einzigen Tages wieder erholen können.
Der Bericht „State of Data Readiness 2025“ unterstreicht die schwierigen Rahmenbedingungen für Unternehmen in Australien und Neuseeland. Von regulatorischen Hürden über die zweischneidige Wirkung der KI bis hin zu anhaltend unrealistischen Erwartungen hinsichtlich der Wiederherstellung – der Weg zu echter Cyber-Resilienz ist komplex. Um ein tieferes Verständnis dieser Ergebnisse zu gewinnen, laden Sie den vollständigen Bericht herunter.