Bedrohungen verbreiten sich schneller, verbergen sich besser und schlagen härter zu als je zuvor. Herkömmliche Perimeter-Sicherheit, die einst ausreichte, kann heute kritische Lücken hinterlassen. In diesem Umfeld erfordert Cyber-Resilienz mehr als nur Erkennung – sie erfordert eine aktive, kooperative Bedrohungsjagd.
Threat Hunting ist ein proaktiver Ansatz, um Bedrohungen aufzuspüren und zu stoppen, die möglicherweise Ihre derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen umgangen haben, bevor sie zu kostspieligen Vorfällen führen. Mit den richtigen Tools und einem Plan können sowohl Sicherheits- als auch IT-Teams dazu beitragen, Bedrohungen schnell abzuwehren und den Normalbetrieb zügig wiederherzustellen. Mit Commvault Cloud wird dies durch Technologien wie YARA-Regeln, Deception-Frameworks und Canary-Dateien ermöglicht.
Hier erfahren Sie, wie Techniken der Bedrohungsjagd funktionieren, wie Datenadministratoren von der Bedrohungsjagd profitieren und wie sie Ihnen helfen können, die Cyber-Resilienz Ihres Unternehmens zu verbessern.
Was ist „Threat Hunting“?
„Threat Hunting“ hat sich von einer Nischendisziplin der IT-Sicherheit zu einem entscheidenden Bestandteil moderner Cybersicherheit und Resilienz entwickelt. Heutige Bedrohungen können herkömmliche Erkennungssysteme umgehen und sich dann unbemerkt im System einnisten, wo sie gründliche Erkundungen durchführen und sich aus den vorhandenen Ressourcen versorgen, bis sie zuschlagen. „Threat Hunting“ ist zu einem wesentlichen Bestandteil im Kampf gegen Cyberbedrohungen geworden, die immer raffinierter und häufiger auftreten. Es kann dazu beitragen, die Ausbreitung von Bedrohungen zu verhindern und großen Schaden abzuwenden.
Die ersten Anwender des Threat Hunting begannen damit, proaktive Suchtechniken für Bedrohungen in ihre Arbeitsabläufe zur Reaktion auf Vorfälle zu integrieren. Mitte der 2010er Jahre war sich das Threat Hunting zu einer formellen Disziplin entwickelt, die von Security Operations Centers (SOCs) weltweit übernommen wurde.
Die Bedrohungssuche ist eine funktionsübergreifende Aufgabe, deren Wirkung sich verstärkt, wenn IT-, Sicherheits- und Datenmanagement-Teams einbezogen werden. Dieser kontinuierliche Prozess stützt sich auf kollektive Intelligenz und erfordert sowohl Wachsamkeit als auch Flexibilität. Richtig umgesetzt kann die Bedrohungssuche Ihre Cybersicherheitsstrategie von einer reaktiven zu einer widerstandsfähigen Strategie wandeln.
Allgemeine Techniken und Strategien: Wie man auf Bedrohungsjagd geht
Die Bedrohungssuche basiert auf einem mehrschichtigen Ansatz zur Aufdeckung von Anomalien. Diese Techniken helfen Ihnen, frühe Anzeichen einer Bedrohung zu erkennen, indem Sie Verhaltensabweichungen, Muster im Datenverkehr oder Aktivitäten an unerwarteten Orten beobachten. Hier sind einige häufig verwendete Techniken zur Bedrohungssuche:
- Scannen nach Bedrohungen: Das kontinuierliche Scannen ist ein wesentlicher Aspekt jeder Bedrohungssuche. Mit Scan-Tools lassen sich Protokolle, Dateien und Dateiänderungen, Netzwerkaktivitäten sowie das Systemverhalten in Echtzeit oder in regelmäßigen Abständen untersuchen. Mithilfe von signaturbasierten und verhaltensbasierten Analysen können Bedrohungsscanner ungewöhnliche Aktivitäten erkennen, lange bevor Standardwarnungen ausgelöst werden.
- YARA-Regeln: Mit YARA-Regeln können Sie bestimmte Muster in Dateien, Prozessen oder im Speicher definieren und danach suchen. Sie sind im Wesentlichen die „Blaupausen“ spezifischer Malware-Merkmale und können von einem SOC-Team gezielt erstellt werden, wenn es weiß, wonach es sucht, oder aus einem Threat-Intelligence-Feed von Bedrohungen aus der Community stammen, die sich noch in freier Wildbahn befinden. Sicherheitsanalysten nutzen YARA-Regeln, um bekannte Malware-Typen zu identifizieren, ungewöhnliche Dateisignaturen zu finden und Anzeichen für eine Sicherheitsverletzung zu erkennen.
- Täuschungstechnologie: Angreifer verlassen sich auf ihre Tarnung, doch die Täuschungstechnologie macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Durch das Aufstellen von Ködern wie Honeypots, Ködersystemen und Bedrohungssensoren können Sie Angreifer dazu verleiten, sich zu verraten.
Wenn Angreifer während ihrer Erkundung mit diesen Täuschungen interagieren, die wie echte Systeme mit wichtigen Daten aussehen, löst ihr Versuch, mit diesen trügerischen Systemen zu kommunizieren, einen Alarm aus. Dies ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Bedrohungen ohne zusätzliches Rauschen und ohne die tatsächlichen Vermögenswerte und Geschäftsdaten zu gefährden.
- Canary-Dateien: In ähnlicher Weise fungieren Canary-Dateien als einfache, aber wirksame digitale Stolperdrähte. Diese Dateien sehen für einen Angreifer wie wertvolle Inhalte aus, werden jedoch in Wirklichkeit auf jeglichen Zugriff oder jede Änderung überwacht. Werden sie verändert, lösen sie Warnmeldungen aus, die auf unbefugte Aktivitäten hinweisen.
Da die Techniken der Bedrohungsjagd mit der Zeit immer ausgereifter werden, steht die Integration von KI und maschinellem Lernen kurz bevor. Diese neuen Technologien haben das Potenzial, die Erkennungsgenauigkeit und -geschwindigkeit zu verbessern, indem sie Muster identifizieren, die Menschen möglicherweise übersehen, Bedrohungen intelligenter priorisieren und Fehlalarme reduzieren, die die Reaktion verlangsamen.
Wie profitiert die IT von der Bedrohungssuche?
Traditionell war die Suche nach Bedrohungen ausschließlich die Domäne von Sicherheitsexperten. Doch nun, da die Wiederherstellungsgeschwindigkeit und die Datenintegrität die betriebliche Widerstandsfähigkeit von Unternehmen bestimmen, sind Datenschutzadministratoren zu einem wichtigen Teil der Lösung des Rätsels geworden.
IT- und Datenadministratoren sind die Hüter der Daten; sie wissen, wo sich diese befinden und welche kritischen Verbindungen bestehen. Sie haben einen Vorsprung, wenn es darum geht, die Perspektive der Angreifer einzunehmen und zu verstehen, wo sie mit der Suche nach versteckten Bedrohungen ansetzen müssen.
Regelmäßige Backup-Prozesse können alles erfassen, was in der Produktion geschieht. Daher können Datensicherungen zu einer gemeinsamen Fundgrube für sicherheitsrelevante Erkenntnisse werden, selbst wenn es Angreifern gelingt, ihre Spuren zu verwischen.
Mit wachsender Verantwortung gehen auch zunehmende Vorteile einher – der Einsatz von Threat-Hunting-Techniken kann Ihrem Recovery-Prozess eine Vielzahl einzigartiger Vorteile bieten. Threat Hunting kann Ihnen dabei helfen, fehlerfreie Wiederherstellungen durchzuführen. Wenn Sie Bedrohungen frühzeitig erkennen und isolieren, können Sie die letzte fehlerfreie Sicherung ermitteln und unbeeinträchtigte Kopien wiederherstellen, wodurch das Risiko einer erneuten Infektion vermieden wird. Dies minimiert Datenverluste, verkürzt die Wiederherstellungszeit, schützt die Integrität der Sicherungen und hilft Ihnen, wichtige KPIs zu erreichen.
Die Bedrohungssuche verringert zudem den Bedarf an umfassenden Recovery-Maßnahmen, indem Probleme gestoppt werden, bevor sie eskalieren. Weniger Recoverys insgesamt tragen dazu bei, die Arbeitsbelastung für das gesamte Team zu senken. Frühwarnsignale verschaffen Ihnen mehr Zeit zum Handeln und reduzieren den betrieblichen Aufwand. Wenn Recoverys erforderlich sind, erfolgen diese schneller, mit weniger Spekulationen und größerer Sicherheit.
Schließlich kann der Einsatz von Tools zur Bedrohungssuche die Glaubwürdigkeit eines Datenverwalters als Datenverwalter erhöhen. Ihre Systeme bleiben vertrauenswürdig, Ihre Wiederherstellungen verlaufen reibungslos, und Ihr Ruf als führendes Unternehmen für Geschäftskontinuität wächst.
Commvault Cloud integriert Funktionen zur Bedrohungserkennung direkt in die Prozesse von Backup and Recovery. Sie müssen kein Sicherheitsanalyst sein. Dank modernster, integrierter Tools zur Bedrohungserkennung stehen Datenadministratoren leistungsstarke Erkennungsfunktionen zur Verfügung, ohne dass dafür zusätzliches Fachwissen erforderlich ist. Sie können die Kontrolle über den Datenschutz übernehmen, ohne den Rahmen Ihrer Rolle zu verlassen, und so einen enormen Beitrag zur Cyber-Resilienz Ihres Unternehmens leisten.
Das Ergebnis selbst in der Hand: Von der passiven Verteidigung zur aktiven Kontrolle
In Ihrem modernen Unternehmen entwickeln sich Sicherheitskonzepte zunehmend zu Strategien zur Widerstandsfähigkeit – sie gehen über reaktive Firewalls und Antivirenprogramme hinaus. Umfassende Cyber-Resilienz bedeutet, zu wissen, was im Inneren lauert, und zu handeln, bevor sich der Schaden ausbreitet. Die „Threat Hunting“-Methode bietet nun eine zusätzliche Möglichkeit, Daten zu schützen, die Ergebnisse bei der Recovery zu verbessern und souverän zu agieren, während Sie gleichzeitig Informationen mit Ihren Sicherheitskollegen austauschen.
Mit Commvault Cloud wird die Bedrohungssuche zu einem festen Bestandteil Ihrer Recovery-Readiness. Ob durch kontinuierliche Threat Scans, signaturbasierte Erkennung mit YARA-Regeln oder den Einsatz intelligenter Täuschungsmanöver mit Köderelementen in Ihrer gesamten Umgebung – Sie haben Zugriff auf die erforderlichen Tools, damit Ihr Unternehmen gegenüber den sich ständig ändernden Cyberbedrohungen widerstandsfähig bleibt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.commvault.com.