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Cyber-Resilienz und Datensicherheit

Verständnis von FIPS 140-2 für den Schutz von Daten im Gesundheitswesen

Commvault-Lösungen können Ihnen helfen, die Standards zum Schutz sensibler Patientendaten zu erfüllen.


Für Einrichtungen des Gesundheitswesens hat der Schutz sensibler Patientendaten oberste Priorität. Da wir uns bei der Speicherung, Verarbeitung und Übertragung geschützter Gesundheitsdaten (PHI) zunehmend auf digitale Systeme verlassen, sind angemessene kryptografische Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar geworden. Hier kommt der Federal Information Processing Standard (FIPS) 140-2 ins Spiel.

Was ist FIPS 140-2?

FIPS 140-2 ist ein Sicherheitsstandard der US-Regierung, der Anforderungen an kryptografische Module zum Schutz sensibler Informationen festlegt. Dieser vom National Institute of Standards and Technology (NIST) veröffentlichte Standard legt spezifische Sicherheitsanforderungen fest, die kryptografische Module erfüllen müssen, um die Vertraulichkeit und Integrität der von ihnen geschützten Informationen zu gewährleisten.

Für Organisationen im Gesundheitswesen, die mit sensiblen Patientendaten umgehen, bietet FIPS 140-2 einen Rahmen für die Implementierung starker kryptografischer Schutzmaßnahmen, die den Anforderungen der Sicherheitsvorschriften des Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) zum Schutz elektronischer geschützter Gesundheitsdaten (ePHI) entsprechen. Erfahren Sie mehr über die vorgeschlagenen Aktualisierungen dieser Vorschriften in unserem Blogbeitrag „Das Rezept für Cyber-Resilienz im Gesundheitswesen“.

Wichtigste Features von FIPS 140-2

Vier Sicherheitsstufen

FIPS 140-2 verfolgt einen mehrstufigen Sicherheitsansatz mit vier verschiedenen Stufen, die einen zunehmend höheren Schutz bieten:

  1. Stufe 1: Erfordert serienreife Geräte und mindestens einen zugelassenen Algorithmus oder eine Sicherheitsfunktion. Über die grundlegenden serienreifen Komponenten hinaus sind keine spezifischen physischen Sicherheitsmechanismen erforderlich.
  1. Stufe 2: Umfasst physische Sicherheitsmechanismen wie manipulationssichere Beschichtungen oder Siegel sowie einbruchsichere Schlösser und erfordert eine rollenbasierte Authentifizierung.
  1. Stufe 3: Verbessert die physische Sicherheit durch Maßnahmen zur Erkennung und Abwehr von Versuchen, physischen Zugriff zu erlangen oder Änderungen vorzunehmen. Verhindert, dass Unbefugte Zugriff auf kritische Sicherheitsparameter innerhalb des Moduls erhalten, und umfasst eine identitätsbasierte Authentifizierung.
  1. Stufe 4: Bietet umfassenden Schutz rund um das kryptografische Modul mit dem Ziel, alle unbefugten physischen Zugriffsversuche zu erkennen und darauf zu reagieren. Module der Stufe 4 können in physisch ungeschützten Umgebungen betrieben werden.

Die meisten Organisationen im Gesundheitswesen setzen in der Regel Schutzmaßnahmen der Stufe 2 oder 3 um, um ein Gleichgewicht zwischen Sicherheitsanforderungen und betrieblicher Praktikabilität herzustellen.

Spezifikation des kryptografischen Moduls

FIPS 140-2 schreibt eine detaillierte Dokumentation des kryptografischen Moduls vor, einschließlich der Modulanschlüsse und -schnittstellen, manueller Vorgänge, des physikalischen Designs, der Hardware-, Software- und Firmware-Komponenten sowie der Sicherheitsfunktionen. Diese umfassende Dokumentation sorgt für Transparenz hinsichtlich des Schutzes sensibler Daten und ermöglicht gründliche Sicherheitsbewertungen.

Zugelassene Algorithmen

FIPS 140-2 schreibt die Verwendung validierter kryptografischer Algorithmen vor, darunter:

  • Symmetrische Verschlüsselung: AES, Triple DES
  • Asymmetrische Verschlüsselung: RSA, DSA, ECDSA
  • Sichere Hash-Verfahren: SHA-256, SHA-384, SHA-512
  • Nachrichtenauthentifizierung: HMAC, CMAC

Die ausschließliche Verwendung validierter Algorithmen stellt sicher, dass kryptografische Implementierungen die Mindestsicherheitsanforderungen erfüllen und nicht durch bekannte Schwachstellen kompromittiert wurden.

Schlüsselverwaltung

Eine ordnungsgemäße Schlüsselverwaltung ist für die Aufrechterhaltung der kryptografischen Sicherheit von entscheidender Bedeutung. FIPS 140-2 legt Anforderungen für die Schlüsselgenerierung, den Schlüsselaustausch, die Schlüsseleingabe und -ausgabe, die Schlüsselspeicherung sowie die Schlüsselvernichtung (sichere Löschung) fest. Für Organisationen im Gesundheitswesen trägt eine ordnungsgemäße Schlüsselverwaltung dazu bei, dass die Verschlüsselung wirksam bleibt, und verhindert, dass kompromittierte Schlüssel zu Datenlecks führen.

Selbsttest

FIPS 140-2 schreibt vor, dass kryptografische Module Selbsttests durchführen müssen, um zu überprüfen, ob sie ordnungsgemäß funktionieren. Dazu gehören automatisch ausgeführte Einschalttests, bedingte Tests, die beim Aufruf bestimmter Funktionen durchgeführt werden, sowie fortlaufende Tests des Zufallszahlengenerators. Diese Testanforderungen tragen dazu bei, die dauerhafte Zuverlässigkeit der kryptografischen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten.

Die Bedeutung der FIPS 140-2-Konformität im Gesundheitswesen

Zwar schreibt HIPAA die Einhaltung von FIPS 140-2 nicht ausdrücklich vor, doch verlangt die HIPAA-Sicherheitsvorschrift geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von ePHI. FIPS 140-2 stellt einen anerkannten Standard dar, der viele der Verschlüsselungsanforderungen von HIPAA erfüllt.

Darüber hinaus können andere Vorschriften, die Einrichtungen des Gesundheitswesens betreffen – wie beispielsweise der Federal Information Security Management Act (FISMA) –, die Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben für Bundesbehörden und deren Auftragnehmer ausdrücklich vorschreiben; dazu können auch Gesundheitsdienstleister gehören, die mit Medicare, Medicaid oder der Veterans Administration zusammenarbeiten.

Risikominderung

Datenschutzverletzungen im Gesundheitswesen können katastrophale Folgen haben – sowohl für Patienten, deren Privatsphäre verletzt wird, als auch für Organisationen, denen Geldstrafen, Kosten für Abhilfemaßnahmen und Reputationsschäden drohen. Die Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben senkt das Risiko von Datenschutzverletzungen aufgrund kryptografischer Fehler erheblich, indem sie Folgendes gewährleistet:

  • Kryptografische Implementierungen orientieren sich an bewährten Best Practices.
  • Sicherheitslücken werden identifiziert und behoben.
  • Verschlüsselungsverfahren sind in der Lage, ausgeklügelten Angriffen standzuhalten.
Vertrauen der Patienten

Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zeugt die Umsetzung strenger Datenschutzmaßnahmen von einem Engagement für den Schutz der Privatsphäre der Patienten. Wenn Einrichtungen des Gesundheitswesens ihren Patienten versichern können, dass ihre sensiblen Daten durch staatlich anerkannte Sicherheitsstandards geschützt sind, stärkt dies das Vertrauen in einer Welt, in der der Datenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Anbieterbewertung

Die FIPS 140-2-Zertifizierung bietet einen klaren Maßstab für die Bewertung von Technologieanbietern. Bei der Auswahl von Systemen, die ePHI verarbeiten oder speichern sollen, können Organisationen im Gesundheitswesen die FIPS 140-2-Konformität als wichtiges Kriterium heranziehen, wodurch sich der Prozess der Anbieterbewertung vereinfacht und sichergestellt wird, dass die grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.

Wie Commvault die Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben unterstützt

Die umfassende Datenmanagement-Plattform von Commvault bietet Organisationen im Gesundheitswesen, die die FIPS 140-2-Konformität anstreben, durch mehrere wichtige Funktionen zuverlässige Unterstützung:

FIPS-validierte kryptografische Module

Commvault verfügt über kryptografische Module, die im Rahmen des NIST Cryptographic Module Validation Program (CMVP) validiert wurden. Diese Module wurden von NIST-akkreditierten Labors strengen Tests unterzogen, um ihre Konformität mit den Anforderungen von FIPS 140-2 zu überprüfen. Dadurch erhalten Organisationen im Gesundheitswesen die Gewissheit, dass ihre Datenschutzmaßnahmen den Bundesstandards entsprechen.

End-to-End-Verschlüsselung

Commvault bietet umfassende Verschlüsselungsfunktionen, die Daten im Gesundheitswesen während ihres gesamten Lebenszyklus schützen:

  • Verschlüsselung während der Übertragung: Alle Datenübertragungen zwischen Commvault-Komponenten erfolgen über TLS 1.2 oder höher unter Verwendung von FIPS-zertifizierten Verschlüsselungsalgorithmen, wodurch sensible Gesundheitsdaten während der Übertragung geschützt werden.
  • Verschlüsselung im Ruhezustand: Commvault schützt gespeicherte Gesundheitsdaten mithilfe einer FIPS-zertifizierten AES-256-Verschlüsselung und schützt so Backups, Archive und andere Datenspeicher vor unbefugtem Zugriff.
  • Clientseitige Verschlüsselung: Die Daten können verschlüsselt werden, bevor sie das Quellsystem verlassen, sodass sie während des gesamten Prozesses von Backup and Recovery geschützt bleiben.
Sichere Schlüsselverwaltung

Das integrierte Schlüsselverwaltungssystem von Commvault erfüllt die Anforderungen von FIPS 140-2 für den sicheren Umgang mit Schlüsseln:

  • Zentralisierte Schlüsselverwaltung: Verschlüsselungsschlüssel werden über ein zentralisiertes, richtliniengesteuertes System verwaltet, das strenge Zugriffskontrollen gewährleistet.
  • Schlüsselrotation: Dank automatisierter Funktionen zur Schlüsselrotation können Einrichtungen des Gesundheitswesens ihre Verschlüsselungsschlüssel regelmäßig aktualisieren, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen, und dabei bewährte Verfahren der Kryptografie befolgen.
  • Sichere Speicherung von Schlüsseln: Verschlüsselungsschlüssel werden mit mehreren Schutzebenen gespeichert, einschließlich der Möglichkeit, externe Hardware-Sicherheitsmodule zu integrieren, um die Sicherheit zu erhöhen.
Identitätsbasierte Zugriffskontrollen

Commvault setzt starke Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen ein, die den Sicherheitsanforderungen von FIPS 140-2 entsprechen:

  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle: Dank detaillierter Berechtigungseinstellungen können nur autorisierte Mitarbeiter auf sensible Gesundheitsdaten zugreifen oder kritische Systemvorgänge ausführen.
  • Mehrfaktor-Authentifizierung: Die Unterstützung von MFA bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene beim Zugriff auf die Commvault-Verwaltungskonsole oder auf Daten.
  • Detaillierte Protokollierung von Prüfvorgängen: Umfassende Aktivitätsprotokolle erfassen jeden Zugriff auf geschützte Gesundheitsdaten und unterstützen so Compliance-Prüfungen und Sicherheitsuntersuchungen.
Betrieb im FIPS-Modus

Commvault ermöglicht es Organisationen im Gesundheitswesen, den „FIPS-Modus“ zu aktivieren, der die ausschließliche Verwendung von FIPS-zugelassenen kryptografischen Algorithmen und Modulen in der gesamten Datenverwaltungsumgebung vorschreibt. Wenn der FIPS-Modus aktiviert ist:

  • Algorithmen, die nicht FIPS-konform sind, werden deaktiviert.
  • Es werden ausschließlich validierte kryptografische Module verwendet.
  • Die Sicherheitseinstellungen werden automatisch so konfiguriert, dass sie den FIPS-Anforderungen entsprechen.

Dieser vereinfachte Ansatz zur Einhaltung von Vorschriften entlastet die IT-Teams im Gesundheitswesen und minimiert das Risiko von Konfigurationsfehlern, die die Sicherheit gefährden könnten.

Nahtlose Integration in Gesundheitssysteme

Die Plattform von Commvault lässt sich in die wichtigsten Informationssysteme im Gesundheitswesen integrieren und erfüllt dabei die Anforderungen von FIPS 140-2:

  • Schutz elektronischer Patientenakten: Spezielle Schnittstellen zu führenden EHR-Systemen ermöglichen die sichere Speicherung und Wiederherstellung von Patientendaten.
  • Unterstützung bei der medizinischen Bildgebung: Die Backup-Funktionen entsprechen dem internationalen Standard „Digital Imaging and Communications in Medicine“ (DICOM) für die Speicherung, den Austausch und die Nutzung medizinischer Bilddaten und gewährleisten gleichzeitig die Einhaltung der HIPAA- und FIPS-Anforderungen.
  • Schutz virtueller Umgebungen: Organisationen im Gesundheitswesen, die kritische Anwendungen in virtualisierten Umgebungen betreiben, können mithilfe der Commvault-Funktionen zum Schutz virtueller Maschinen die FIPS-Konformität gewährleisten.
Compliance-Dokumentation und Berichterstattung

Commvault vereinfacht die Dokumentationsanforderungen im Zusammenhang mit der FIPS 140-2-Konformität:

  • Validierungszertifikate: Zugriff auf die FIPS 140-2-Validierungszertifikate für die kryptografischen Module von Commvault.
  • Compliance-Berichte: Integrierte Berichtstools, die den Verschlüsselungsstatus, Aktivitäten im Bereich der Schlüsselverwaltung und andere sicherheitsrelevante Kennzahlen dokumentieren.
  • Unterstützung bei Audits: Umfassende Protokolle und Berichte, die den Nachweis der Compliance bei behördlichen Audits vereinfachen.

Implementierung von FIPS 140-2 im Gesundheitswesen

Durchführung einer Bestandsaufnahme

Der erste Schritt zur Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben besteht darin, alle Systeme und Anwendungen zu identifizieren, die sensible Gesundheitsdaten verarbeiten. Dazu gehören:

  • EHR-Systeme
  • Medizinische Bildgebungssysteme
  • Laborinformationssysteme
  • Abrechnungs- und Verwaltungssysteme
  • Mobile Geräte, die von Gesundheitsdienstleistern genutzt werden
  • Lösungen für Datensicherung und -speicherung
Validierung kryptografischer Module

Stellen Sie für jedes identifizierte System fest, ob es nach FIPS 140-2 validierte kryptografische Module verwendet. Das NIST führt eine Liste validierter Module, die als CMVP bezeichnet wird. Anbieter sollten in der Lage sein, ihre FIPS-140-2-Validierungszertifikate und Referenznummern vorzulegen.

Lücken schließen

Für Systeme, die nicht der Norm FIPS 140-2 entsprechen, stehen Einrichtungen des Gesundheitswesens mehrere Optionen zur Verfügung:

  • Führen Sie ein Upgrade auf FIPS-konforme Versionen durch.
  • Implementieren Sie zusätzliche Verschlüsselungsebenen mithilfe validierter Module.
  • Ersetzen Sie nicht konforme Systeme durch konforme Alternativen.
  • Beantragen Sie Ausnahmen, sofern geeignete Ausgleichsmaßnahmen vorhanden sind.
Dokumentation und Schulung

Die Führung einer umfassenden Dokumentation der Maßnahmen zur Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben ist sowohl für die interne Unternehmensführung als auch für behördliche Prüfungen von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus sollten die Mitarbeiter in der Bedeutung der Verschlüsselung und im ordnungsgemäßen Umgang mit sensiblen Daten geschult werden.

Fazit

Die Einhaltung der FIPS 140-2-Vorgaben ist mehr als nur ein Häkchen auf einer Checkliste für gesetzliche Anforderungen – sie ist ein wesentlicher Bestandteil einer soliden Strategie zur Datensicherheit im Gesundheitswesen. Durch die Implementierung kryptografischer Schutzmaßnahmen, die diesem strengen Standard entsprechen, können Organisationen im Gesundheitswesen das Risiko von Datenlecks erheblich verringern, das Vertrauen der Patienten stärken und kostspielige Verstöße gegen Compliance-Vorgaben vermeiden.

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und immer ausgefeilterer Cyberbedrohungen ist die Einhaltung anerkannter Sicherheitsstandards wie FIPS 140-2 nicht mehr nur eine Option – sie ist ein entscheidender Aspekt einer verantwortungsvollen Gesundheitsversorgung im digitalen Zeitalter.

Durch den Einsatz der FIPS 140-2-konformen Datenmanagement-Lösungen von Commvault können Einrichtungen des Gesundheitswesens sensible Patientendaten zuverlässig schützen und gleichzeitig ihre Compliance-Maßnahmen vereinfachen. Unser umfassender Ansatz zum Datenschutz erfüllt nicht nur die aktuellen gesetzlichen Anforderungen, sondern bildet auch die Grundlage für den Umgang mit sich weiterentwickelnden Sicherheitsanforderungen.

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