F: Was versteht man unter digitaler Souveränität?
Digitale Souveränität bedeutet, die Kontrolle darüber zu haben, wo Daten gespeichert sind, wer darauf zugreift und wie sie verwaltet werden – und zwar in hybriden, Multi-Cloud- und lokalen Umgebungen. Sie umfasst operative, technologische und rechtliche Kontrolle und ermöglicht Compliance, Audit-Readiness und Recovery unter realen Rahmenbedingungen. Commvault Geo Shield wurde entwickelt, um eine souveränitätsgerechte Cyber-Resilienz in allen vier Kontrolldimensionen zu gewährleisten.
Wichtige Erkenntnisse zur digitalen Souveränität
Digitale Souveränität erfordert die Kontrolle über Daten, Zugriff, Betriebsabläufe und rechtliche Rahmenbedingungen, um Governance, Compliance und Recovery in komplexen Umgebungen zu gewährleisten.
Souveränität ist ein mehrdimensionales Konzept und keine einzelne Anforderung.
Vier Säulen definieren Souveränität: Datenlokalisierung, technologische Souveränität, operative Souveränität und rechtliche Souveränität.
Kontrolle umfasst Zugriff, Governance und Recovery – nicht nur den Speicherort.
Hybride und Multi-Cloud-Umgebungen erhöhen die Komplexität von Governance und Recovery.
Unternehmen müssen in der Lage sein, auditierbare Nachweise für Richtlinien und Abläufe zu erbringen.
Recovery-Readiness und Identitätsresilienz sind zentrale Bestandteile von Souveränitätsprogrammen.
Bedeutung
Warum digitale Souveränität wichtig ist
Unternehmen müssen die Kontrolle über den Datenzugriff, den Datenbetrieb und die Recovery nachweisen und sich gleichzeitig mit regulatorischen Anforderungen, geopolitischen Rahmenbedingungen und verteilten Architekturen in hybriden Umgebungen auseinandersetzen. Gartner prognostiziert, dass 30 % der multinationalen Unternehmen aufgrund unkontrollierter Risiken im Zusammenhang mit digitaler Souveränität Umsatzverluste, Imageschäden oder rechtliche Schritte hinnehmen müssen.
Über den Datenstandort hinaus
Der Datenstandort allein reicht nicht aus, um Souveränität zu gewährleisten. Unternehmen müssen den Zugriff, die Schlüsselverwaltung, den Betrieb und die Recovery regeln, um regulatorische Erwartungen und Risk-Anforderungen zu erfüllen. Die „Cloud Pulse Survey“ von IDC (3. Quartal 2025) ergab, dass 93 % der Unternehmen mittlerweile eine Hybrid-Cloud-Infrastruktur betreiben oder einführen, um Innovation mit Datenstandort und operativer Kontrolle in Einklang zu bringen – was unterstreicht, dass der Speicherort der Daten nur ein Teil einer umfassenderen Souveränitätsgleichung ist.
Herausforderungen durch hybride Komplexität
Unternehmen arbeiten in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen, was zu einer fragmentierten Governance, Reibungsverlusten bei Audits und erhöhten Risiken bei der Recovery über Tools und Teams hinweg führt. Der „State of Cloud and AI Security“-Bericht der CSA ergab, dass 82 % der Unternehmen eine hybride Infrastruktur unterhalten, jedoch 59 % unsichere Identitäten und riskante Berechtigungen als ihr größtes Cloud-Sicherheitsrisiko identifizierten – wobei den meisten die Strukturen oder Workflows fehlen, um diese Probleme in großem Maßstab anzugehen.
Priorität auf Vorstandsebene
Digitale Souveränität ist zu einer strategischen Priorität geworden, die durch Regulierung, geopolitische Entwicklungen und die Notwendigkeit getrieben wird, unter rechtlichen und betrieblichen Einschränkungen Wiederherstellbarkeit nachzuweisen. Gartner prognostiziert, dass bis 2030 mehr als 75 % aller Unternehmen außerhalb der USA über eine formelle Strategie zur digitalen Souveränität verfügen werden – ein Wandel, der durch geopolitischen Druck, verschärfte Regulierung und das Bedürfnis nach operativer Unabhängigkeit vorangetrieben wird.
So funktioniert digitale Souveränität
Vier Säulen der Souveränität
Digitale Souveränität basiert auf vier Kernsäulen, die festlegen, wie Daten in verschiedenen Umgebungen kontrolliert, abgerufen, verwaltet und genutzt werden.
Kontrollen zur Datenlokalisierung
Daten und Metadaten verbleiben innerhalb festgelegter geografischer Grenzen, wobei die Kontrollen hinsichtlich Speicherung, Verarbeitung, Übertragung und Zugriff an die regionalen Anforderungen angepasst sind.
Kontrollen zur technologischen Souveränität
Technische Kontrollen regeln, wie auf Daten zugegriffen wird, wie sie gesichert und wie sie bewegt werden, einschließlich geografisch gebundener Architekturen, Verschlüsselungsmodelle und regionaler Ausführungsfähigkeiten. Wie Commvault darlegt, löst die Auswahl einer Region allein das Problem der Souveränität nicht – Unternehmen müssen zudem regeln, wer die Verschlüsselungsschlüssel kontrolliert, wie Systeme betrieben werden und ob Recovery innerhalb derselben Grenze erfolgen kann.
Operative und rechtliche Kontrolle
Operative Souveränität und rechtliche Souveränität legen fest, wer Systeme verwaltet, wo der Betrieb stattfindet und welche rechtlichen Rahmenbedingungen für Daten und den Zugriff gelten.
Digitale Souveränität in der Praxis
Souveränität über verschiedene Umgebungen hinweg
Unternehmen wenden die Prinzipien der digitalen Souveränität an, um Governance, Compliance und Wiederherstellbarkeit bei regulierten Workloads in verteilten Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen sicherzustellen.
Compliance im Finanzdienstleistungssektor
Finanzinstitute, die in mehreren Rechtsräumen tätig sind, müssen nachweisen, dass Datenzugriff, Verschlüsselung und Audit-Kontrollen mit DORA, NIS2 und regionalen Bankvorschriften im Einklang stehen. Eine fragmentierte Governance in hybriden Umgebungen erhöht sowohl den Prüfungsaufwand als auch das Wiederherstellungsrisiko. Commvault Geo Shield ermöglicht es Finanzdienstleistern, einheitliche Souveränitätskontrollen in Cloud- und On-Premises-Umgebungen anzuwenden – und unterstützt so die Compliance und die Readiness für Recovery, ohne dass die Infrastruktur neu aufgebaut werden muss.
Nationale souveräne Clouds
Behörden, die ihre Altsysteme in souveräne Cloud-Umgebungen modernisieren, müssen die Datenresidenz im eigenen Land, die rechtliche Isolation und die operative Kontrolle aufrechterhalten – ohne dabei die Recovery-Fähigkeit zu beeinträchtigen. Bei der Migration von Workloads zwischen lokalen und Cloud-Umgebungen können Governance-Lücken sensible Bürgerdaten gefährden und die Geschäftskontinuität beeinträchtigen. Commvault Geo Shield bietet Organisationen des öffentlichen Sektors einheitliche Souveränitätskontrollen über hybride Umgebungen hinweg und unterstützt so die sichere Einführung der Cloud, während gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Anforderungen an die operative Ausfallsicherheit gewährleistet wird.
Hybrid-Cloud-Governance
Große Unternehmen, die Workloads sowohl in Cloud- als auch in lokalen Umgebungen verwalten, sind einem erhöhten Risk ausgesetzt, wenn Governance- und Recovery-Tools nicht gemeinsam skalieren. Uneinheitliche Kontrollen über verschiedene Umgebungen hinweg führen zu Transparenzlücken, erhöhen die betriebliche Komplexität und verlangsamen die Recovery, wenn es darauf ankommt. Commvault Cloud vereinheitlicht Datenschutz und Governance in der gesamten hybriden Infrastruktur – wodurch die Vielzahl an Tools reduziert, die Durchsetzung von Richtlinien standardisiert und Unternehmensteams eine zentrale Steuerungsebene für die Recovery in jeder Umgebung zur Verfügung gestellt wird.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Bereitstellung einer souveränen Cloud?
Eine „Sovereign Cloud“ basiert auf vier Kernsäulen, die gemeinsam konzipiert und betrieben werden müssen:
- Datenresidenz: Daten und Metadaten verbleiben innerhalb festgelegter geografischer Grenzen, wobei kontrolliert wird, wo Daten gespeichert, verarbeitet, übertragen und abgerufen werden.
- Technologische Souveränität: Technische Kontrollen regeln, wie Daten gesichert und abgerufen werden, einschließlich geografisch gebundener Architekturen, eingeschränkter Datenflüsse, regionaler Abhängigkeiten und vom Kunden verwalteter Verschlüsselungsmodelle wie BYOK oder HYOK.
- Operative Souveränität: Legt fest, wer die Umgebung betreibt, von wo aus und unter welchen Kontrollen, einschließlich Zugriffskontrolle, regionalem Betrieb und minimierten externen Abhängigkeiten.
- Rechtshoheit: Legt den rechtlichen und regulatorischen Rahmen fest, der Daten, Zugriff und Betrieb regelt, einschließlich der Gefährdung durch extraterritorialen Zugriff.
Zusammen bilden diese Säulen einen kontrollbasierten Ansatz zur Souveränität, der eine überprüfbare Governance sowie die Fähigkeit erfordert, Recovery unter realen Einschränkungen durchzuführen und zu validieren.
Was versteht man unter digitaler Souveränität?
Digitale Souveränität bezieht sich auf die Kontrolle einer Organisation darüber, wo sich Daten befinden, wer darauf zugreifen kann und wie sie verwaltet werden – einschließlich operativer und rechtlicher Dimensionen. Commvault Geo Shield wurde entwickelt, um alle vier Säulen der Souveränität zu adressieren: Datenlokalisierung, technologische Unabhängigkeit, Betriebssicherheit und rechtliche Kontrolle.
Warum ist digitale Souveränität wichtig?
Digitale Souveränität ist zu einer Priorität auf Vorstandsebene geworden, da Unternehmen zunehmendem regulatorischem Druck, geopolitischen Risiken und Prüfungsanforderungen ausgesetzt sind. Sie erfordert den Nachweis der Kontrolle über Datenzugriff, Governance und Recovery über Regionen und Rechtsordnungen hinweg – Fähigkeiten, zu deren Umsetzung Commvault Geo Shield durch richtliniengesteuerten Schutz, vom Kunden verwaltete Verschlüsselung und Cleanroom Recovery beitragen kann.
Wie wirkt sich die Komplexität der Cloud auf die digitale Souveränität aus?
Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen verteilen Daten, Identitäten und Abläufe über verschiedene Plattformen hinweg, was häufig zu einer fragmentierten Governance und uneinheitlichen Kontrollen führt. Dies erhöht den Prüfungsaufwand und das Recovery-Risiko, insbesondere wenn Richtlinien, Zugriffsmodelle und Recovery-Workflows nicht über alle Umgebungen hinweg aufeinander abgestimmt sind. Commvault Geo Shield hilft Unternehmen, dieses Problem direkt anzugehen, indem es Governance- und Recovery-Workflows vereinheitlicht und so einen konsistenten, souveränitätskonformen Schutz in jeder Umgebung ermöglicht.
Worauf sollten Unternehmen bei souveränen Cloud-Anbietern im Hinblick auf die Datensicherheit achten?
Unternehmen sollten souveräne Cloud-Anbieter anhand ihrer Fähigkeit bewerten, die Kontrolle über Daten, Zugriff, Betriebsabläufe und Recovery zu gewährleisten – nicht nur hinsichtlich des Standorts.
Zu den wichtigsten Kriterien gehören:
- Datenkontrolle und -lokalisierung: Wie Daten, Metadaten und Backups innerhalb definierter geografischer Grenzen gespeichert, verarbeitet und abgerufen werden
- Schlüssel- und Zugriffs-Governance: Unterstützung für vom Kunden verwaltete Verschlüsselung (z. B. BYOK/HYOK) und regional angepasste Zugriffskontrollen mit Nachvollziehbarkeit
- Betriebs- und Rechtsraumkontrolle: Wer betreibt die Umgebung, von wo aus und unter welchem rechtlichen Rahmen
- Konsistenz in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen: Die Fähigkeit, Souveränitätskontrollen über verschiedene Umgebungen hinweg anzuwenden, nicht nur innerhalb einer einzigen Plattform
- Recovery und Audit-Readiness: Unterstützung isolierter, sauberer Recovery-Abläufe und die Fähigkeit, unter Einhaltung regulatorischer Vorgaben auditfähige Nachweise zu erstellen
Souveränität wird letztendlich durch Governance und Recovery validiert – dies erfordert nicht nur definierte Kontrollen, sondern auch die Fähigkeit, diese in realen Szenarien konsistent nachzuweisen.
Wie kann Commvault die Säulen der Souveränität durch Geo Shield unterstützen?
Commvault Geo Shield wurde entwickelt, um eine souveränitätsgerechte Cyber-Resilienz mit Readiness zu gewährleisten. Die Datenresidenz regelt, wie sensible Daten – einschließlich Backups, Kopien im Objektspeicher und Metadaten – innerhalb definierter geografischer Grenzen mithilfe einer richtlinienbasierten Governance behandelt werden. Die technologische Souveränität regelt, wie Daten und KI-Dienste gesichert, abgerufen und verwaltet werden, und unterstützt dabei vom Kunden kontrollierte Verschlüsselungsmodelle wie BYOK, HSM-Integration und eine an die jeweilige Rechtsordnung angepasste Schlüsselverwaltung. Die operative Souveränität stimmt Verwaltungskontrollen, Readiness und Recovery auf Compliance-Anforderungen und Unternehmensrichtlinien ab.
Commvault ist ein Launch-Partner der AWS European Sovereign Cloud und unterstützt Funktionen wie automatisierte Erkennung, richtliniengesteuerten Schutz, unveränderliche Backups und Cleanroom Recovery in souveränitätskonformen Umgebungen. Geo Shield funktioniert in privaten, hybriden, Multi-Cloud- und On-Premises-Umgebungen und bietet eine einheitliche Steuerungsebene für Governance, Sicherheit und Recovery, wo immer Souveränitätsanforderungen gelten.
Commvault Geo Shield ist so konzipiert, dass es sich an geänderte Vorschriften anpassen kann, und ermöglicht es Unternehmen, konsistente Kontrolle, Nachvollziehbarkeit und Wiederherstellbarkeit aufrechtzuerhalten, ohne durch starre Infrastrukturmodelle eingeschränkt zu sein.
Ressourcen
Commvault Geo Shield: Flexibler Schutz in der souveränen Cloud
Commvault zum Partner der AWS European Sovereign Cloud ernannt
Einsatz von Commvault Cloud zur Unterstützung der DSGVO-Compliance