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Entmystifizierung des Managements unstrukturierter Daten

Durch die Nutzung unstrukturierter Daten können Unternehmen wertvolle Erkenntnisse aus komplexen Quellen wie E-Mails, sozialen Medien und Multimediadateien gewinnen.

Übersicht

Daten sind der Motor der heutigen digitalen Geschäftswelt

Daten bilden die Grundlage für fundierte Entscheidungen und ermöglichen es Unternehmen, Muster zu erkennen, Trends zu identifizieren, strategische Entscheidungen zu treffen und zukünftige Entwicklungen vorherzusagen.

Das gilt natürlich nur, wenn die Daten intelligent aggregiert und analysiert werden können. Nicht alle Daten sind gleich, und unstrukturierte Daten sind ein gutes Beispiel dafür. Unstrukturierte Daten sind Informationen, die keinem vordefinierten Format folgen und über kein einheitliches Datenmodell verfügen, das sich leicht in herkömmliche Datenbanktabellen organisieren lässt, was das Suchen, Sortieren und Analysieren mit herkömmlichen Methoden erschwert.

Zu den gängigen Quellen unstrukturierter Daten zählen Textdokumente, E-Mails, Social-Media-Beiträge, Bilder, Audiodateien und Videodateien. Diese Datentypen werden oft in Data Lakes oder Blob-Speichersystemen gespeichert, die für die Verarbeitung großer Mengen vielfältiger Daten ausgelegt sind, was jedoch auch die Speicherressourcen belasten kann.

Auch wenn die Verarbeitung unstrukturierter Daten schwierig sein kann, verspricht sie doch Zugang zu wertvollen Erkenntnissen über die Kundenstimmung, das Nutzerverhalten, Markttrends und sich abzeichnende Entwicklungen. Der Umgang mit nicht standardisierten Datenformaten stellt Unternehmen oft vor Herausforderungen, doch wenn sie die Verwaltung unstrukturierter Daten vernachlässigen, entgehen ihnen wichtige Informationen, die strategische Geschäftsentscheidungen und das Wachstum vorantreiben können.

Definition

Was sind unstrukturierte Daten?

Unstrukturierte Daten können viele Formen und Formate annehmen, weshalb sie für viele Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Aufgrund ihrer Beschaffenheit können unstrukturierte Daten jedoch auch eine Fülle aussagekräftiger Erkenntnisse über Kundenabsichten, Nutzerverhaltensmuster und wichtige Geschäftsinformationen enthalten, die dabei helfen könnten, Entscheidungen zu treffen und das Wachstum voranzutreiben. Branchenbeobachtern zufolge werden bis 2025 etwa 80 % der weltweiten Daten unstrukturiert sein.

Unstrukturierten Daten fehlt eine vordefinierte Struktur, und sie können in Stil und Inhalt stark variieren. Das bedeutet, dass jedes Unternehmen heutzutage über unstrukturierte Daten verfügt. Hier sind einige Beispiele:

Dokumente: PDFs, PowerPoint-Präsentationen, Textdateien, E-Mail-Textkörper und weitere Dokumenttypen gelten als unstrukturierte Daten.

Social-Media-Beiträge: Beiträge in sozialen Netzwerken, Kommentare in Unternehmensblogs und Community-Diskussionen auf Webseiten fallen ebenfalls unter die Definition von unstrukturierten Daten.

Mediendateien: Videodateien und Audioaufnahmen enthalten unstrukturierte Daten und erfordern spezielle Ansätze und Fähigkeiten, um aussagekräftige Daten für eine weitergehende Analyse zu extrahieren.

Unstrukturierte Daten lassen sich per Definition nur schwer einordnen, da sie je nach Quelle variieren. Da sie jedoch keinem bestimmten Format oder einer bestimmten Struktur folgen, ist ihre Verarbeitung und Analyse schwierig.

Herausforderungen

Herausforderungen im Zusammenhang mit unstrukturierten Daten

So vielversprechend unstrukturierte Daten auch sein mögen – die Überwindung der Hürden bei der ordnungsgemäßen Verarbeitung und Verwaltung dieser Daten ist für Unternehmen, die wichtige Erkenntnisse aus diesen Datenquellen gewinnen möchten, von entscheidender Bedeutung.

Datenvolumen und -vielfalt
Es mag offensichtlich erscheinen, doch die Menge an unstrukturierten Daten und die unterschiedlichen Datentypen stellen die erste Herausforderung bei der Verwaltung unstrukturierter Daten dar.

Komplexität
der Verwaltung Da unstrukturierte Daten kein einheitliches Format aufweisen, ist es für Unternehmen schwierig, sie effektiv zu klassifizieren, zu kategorisieren und zu verwalten. Oft müssen Unternehmen auf spezialisierte Tools und Fachwissen zurückgreifen und in diese investieren, um unstrukturierte Daten ordnungsgemäß zu verarbeiten und zu analysieren.

Probleme
mit der Datenqualität: Unstrukturierte Daten variieren erheblich hinsichtlich Genauigkeit, Relevanz und Qualität, was zu ungenauen Analysen und daraus gewonnenen Erkenntnissen führen kann. Aufgrund ihrer großen Vielfalt ist es unerlässlich, dass unstrukturierte Daten sorgfältig erfasst, bereinigt, korreliert – und validiert – werden.

Bedenken
hinsichtlich Speicherung und Skalierbarkeit: Das Volumen der in einem Unternehmen generierten unstrukturierten Daten kann herkömmliche Speichersysteme überfordern, und in manchen Szenarien könnte eine fortschrittliche Infrastruktur erforderlich sein, um die großen Datensätze angemessen zu skalieren und zu verwalten.

Komplexität
der Analyse : Unstrukturierte Daten stellen auch Herausforderungen bei der Datenanalyse dar. Um aussagekräftige Erkenntnisse daraus zu gewinnen, sind oft komplexe Ansätze wie die Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP) und maschinelles Lernen erforderlich. Beide Techniken können äußerst ressourcenintensiv sein und erfordern spezielles Fachwissen.

Sicherheits- und Datenschutzbedenken
: Da unstrukturierte Daten nicht den Standardformaten anderer Datenquellen entsprechen, können sie potenziell schwer zu identifizierende sensible Daten enthalten, deren Schutz schwierig sein kann. Dies wirft Bedenken hinsichtlich steigender Risiken durch Datenlecks sowie der Nichteinhaltung von Datenschutzbestimmungen auf.

Herausforderungen
bei der Datenintegration : Die Integration kann komplex werden, wenn unstrukturierte Daten zusammen mit strukturierten Daten erfasst werden. Um die vielfältigen Datensätze zu verstehen und aussagekräftige Erkenntnisse daraus zu gewinnen, sind wahrscheinlich Prozesse zur Datentransformation, Normalisierung und Zuordnung erforderlich, um eine einheitliche Sicht zu schaffen und umfassende Analysen durchzuführen.

Verwaltung unstrukturierter Daten

Beherrschung des Managements unstrukturierter Daten

Um unstrukturierte Daten erfolgreich zu verwalten, müssen Unternehmen verschiedene Prozesse einrichten. Von der Deduplizierung und Komprimierung bis hin zur Umsetzung von Data Governance erfordert das Management unstrukturierter Daten einen gut dokumentierten Prozess, der NLP und maschinelles Lernen nutzt, um wertvolle Erkenntnisse aus den unorganisierten Daten zu gewinnen. Hier sind einige Schritte, die dabei helfen können:

1. Die Datenermittlung und -identifizierung hilft Unternehmen dabei, alle Quellen unstrukturierter Daten in einer Umgebung zu lokalisieren, um sich ein genaues Bild vom Datenvolumen und den Datentypen zu verschaffen.

2. Durch die Anreicherung mit Metadaten werden den Daten beschreibende Tags hinzugefügt, um Kontext zu liefern und die Durchsuchbarkeit der Daten zu verbessern. Zu den Metadaten-Tags können beispielsweise Dateityp, Erstellungsdatum, Autor und allgemeines Thema gehören.

3. Data Lakes und andere Datenspeicherlösungen können eingesetzt werden, um die großen Mengen unterschiedlicher Datentypen zu bewältigen und den Einsatz traditioneller relationaler Datenbanken überflüssig zu machen.

4. Die Datenbereinigung und -standardisierung hilft Unternehmen, Inkonsistenzen und Fehler in unstrukturierten Daten zu beheben, was letztlich die Datenqualität und -zuverlässigkeit für zukünftige Analysen verbessert.

5. Durch den Einsatz fortschrittlicher Analysemethoden wie maschinelles Lernen und NLP sowie Text-Mining-Techniken können Unternehmen aussagekräftige Erkenntnisse aus den unstrukturierten Datensätzen gewinnen.

6. Die Festlegung von Richtlinien zur Daten-Governance und die Durchsetzung der Compliance sind entscheidende Schritte bei der Verwaltung unstrukturierter Daten. Die Richtlinien und Verfahren ermöglichen es Unternehmen, den Zugriff zu kontrollieren, die Datenqualität zu verwalten und regulatorische Anforderungen in Bezug auf sensible unstrukturierte Daten einzuhalten.

Um das Management unstrukturierter Daten zu verstehen, muss man begreifen, wie vielfältige dateibasierte Daten wie Dokumente, E-Mails und Bilder systemübergreifend effektiv geschützt, verwaltet und abgerufen werden können. Dies erfordert den Einsatz von Tools für Backup, Archivierung und Daten-Governance sowie von Funktionen für granulare Recovery, Deduplizierung und Indizierung zur Speicheroptimierung.

Es ist von entscheidender Bedeutung, eine effektive Suche und den Abruf unstrukturierter Daten zu ermöglichen und dabei gleichzeitig die Compliance-Anforderungen einzuhalten. Unstrukturierte Daten stellen eine unerschlossene Quelle wertvoller Erkenntnisse über Kunden, Trends und das Geschäft dar, und Unternehmen können es sich nicht leisten, den in diesen Daten verborgenen Wert zu ignorieren.

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