In Folge 13 des Podcasts „Resilience Rundown“ ist Alex Janas, Field CTO bei Commvault, zu Gast bei Moderator Thomas Bryant, Senior Director of Product Marketing bei Commvault. Die beiden befassen sich eingehend mit der Bedeutung des Bewusstseins für Cybersicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit der Arbeit im Homeoffice. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen praktische Tipps und Strategien zum Schutz persönlicher und beruflicher Daten in einer zunehmend digitalen und dezentralen Arbeitsumgebung.
Die Philosophie von Zero Trust
Alex betonte, dass man grundsätzlich alles als verdächtig betrachten sollte. Ganz gleich, ob Sie als Mitarbeiter ein Heimnetzwerk nutzen oder als Unternehmen Remote-Mitarbeiter verwalten – das Zero-Trust-Prinzip ist von entscheidender Bedeutung.
Das bedeutet, jedes Netzwerk, jedes Gerät und jede Interaktion als potenziell bedrohlich einzustufen. Für Mitarbeiter bedeutet dies, dass sie vertrauenswürdige VPNs nutzen müssen, um den gesamten Datenverkehr – einschließlich DNS – über sichere Verbindungen zu leiten. Selbst wenn ein Netzwerk ein Passwort und eine Authentifizierung erfordert, ist es unerlässlich, wachsam zu bleiben, da man nie weiß, wer sonst noch darauf zugegriffen hat.
Sicherheitslücken im Heimnetzwerk
Ein wichtiger Punkt, den Alex angesprochen hat, ist die Anfälligkeit von Heimnetzwerkgeräten, wie beispielsweise von Internetanbietern bereitgestellte Router. Diese Geräte verfügen oft nur über begrenzte Sicherheitsfunktionen. Die Gewinnspannen bei diesen Geräten sind gering, was zu einer kurzen Lebensdauer und einem Mangel an regelmäßigen Sicherheitsupdates führt. Das macht sie zu bevorzugten Zielen für Kriminelle, die sie nutzen könnten, um persönliche Daten zu stehlen, Daten zu sperren oder sich sogar Zugang zu Ihrer Arbeitsumgebung zu verschaffen.
Alex empfiehlt, in seriösere und leistungsfähigere Netzwerkgeräte zu investieren, die mehr Sicherheit und einen längeren Support bieten. Auch wenn dies möglicherweise etwas mehr Aufwand bei der Einrichtung und Wartung erfordert, ist es eine lohnende Investition zum Schutz Ihrer Daten und Ihrer Privatsphäre.
Die Bedrohungslage
Die Bedrohungen für Heimnetzwerke und private Geräte sind vielfältig. Kriminelle könnten es auf Sie abgesehen haben, um sensible Daten wie Bankkontodaten zu stehlen oder Ihr Gerät als Bot in ihrer Command-and-Control-Infrastruktur zu nutzen.
Eine weitere gängige Taktik besteht darin, Ereignisse aus den sozialen Medien, wie zum Beispiel Dienstjubiläen, auszunutzen, um überzeugende Phishing-E-Mails zu verfassen. Diese E-Mails scheinen oft von der Personalabteilung zu stammen und fordern Sie auf, auf Links zu klicken, um Informationen zu Sozialleistungen oder Neuigkeiten zu erhalten, was zu Malware-Infektionen oder Datenlecks führen kann.
Gesunde Skepsis pflegen
Alex weist darauf hin, dass ein gewisses Maß an gesunder Skepsis wesentlich dazu beitragen kann, sich selbst zu schützen. Vorsicht und die Bereitschaft, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um Mitteilungen zu überprüfen, können viele häufige Fallstricke im Bereich der Cybersicherheit verhindern. Wenn Sie beispielsweise eine E-Mail mit einem Link erhalten, geben Sie die URL manuell in Ihren Browser ein, anstatt darauf zu klicken. Wenn jemand anruft und behauptet, von einem Unternehmen zu sein, legen Sie auf und rufen Sie das Unternehmen unter einer verifizierten Nummer zurück.
Praktische Tipps für die Sicherheit zu Hause
- Verwenden Sie ein vertrauenswürdiges VPN: Leiten Sie Ihren gesamten Datenverkehr, einschließlich DNS, über eine sichere Verbindung, um Ihre Daten zu schützen.
- Investieren Sie in bessere Netzwerkgeräte: Ziehen Sie den Kauf eines Routers eines renommierten Herstellers in Betracht, der regelmäßig Sicherheitsupdates bereitstellt.
- Seien Sie vorsichtig mit Links und Anhängen: Überprüfen Sie URLs und Anhänge, bevor Sie darauf klicken – insbesondere auf Mobilgeräten, auf denen es schwieriger sein kann, Links zu überprüfen.
- Überwachen Sie Ihr Netzwerk: Überprüfen Sie Ihr Heimnetzwerk regelmäßig auf verdächtige Aktivitäten.
- Informieren Sie sich: Bleiben Sie über die neuesten Bedrohungen für die Cybersicherheit und bewährte Vorgehensweisen auf dem Laufenden.
Verringern Sie Ihr Risiko durch Wachsamkeit
In einer Welt, in der Remote-Arbeit zur Norm geworden ist, ist das Bewusstsein für Cybersicherheit wichtiger denn je. Durch die Umsetzung eines „Zero-Trust“-Ansatzes, Investitionen in bessere Heimnetzwerkausrüstung und umsichtiges Verhalten bei Online-Interaktionen können Sie das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, erheblich verringern. Für Unternehmen ist es unerlässlich, die Geräte und Netzwerke ihrer Remote-Mitarbeiter zu überwachen und zu schützen und dabei jede Umgebung als potenziell bedrohlich einzuschätzen.
Die komplette Folge des Podcasts findest du hier.