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KI und Innovation, Künstliche Intelligenz

KI um der KI willen ist nicht der richtige Ansatz

Wie man eine intelligentere Strategie für die Einführung neuer Tools entwickelt.


Der Psychologe Abraham Maslow sagte einmal, wenn man nur einen Hammer als Werkzeug habe, neige man dazu, jedes Problem als Nagel zu betrachten. Und überall, wohin man heutzutage schaut, setzen Unternehmen KI wie einen Hammer ein, in der Hoffnung, dass sie alle ihre dringenden geschäftlichen Probleme lösen kann: „Wie können wir KI nutzen? Wie können wir KI verkaufen? Wie können wir mit KI Geld verdienen?“

Aber genau hier liegt das Problem: Wenn man mit diesen Fragen beginnt, geht man von einer falschen Annahme aus. Die richtige Frage lautet nicht „Wie können wir KI nutzen/verkaufen/damit ein Vermögen verdienen?“, sondern „Welche Probleme versuchen wir zu lösen?“.

Welches Problem lösen Sie?

Technologie sollte uns besser in die Lage versetzen, die einzigartigen Aufgaben des Menschen zu bewältigen, anstatt unsere Fähigkeit zu denken, zu gestalten und miteinander in Verbindung zu treten, zu ersetzen. Der Ansatz, beim Werkzeug statt beim Problem anzusetzen, ist der Grund, warum viele KI-Implementierungen ins Stocken geraten. Unternehmen wenden Technologie auf Probleme an, die sie nicht richtig definiert oder verstanden haben.

Der Ansatz, den ich jeder Führungskraft empfehle, die KI in Betracht zieht: Beginnen Sie damit, Ihre tatsächlichen Probleme aufzulisten. Keine theoretischen Probleme, keine Probleme, von denen Sie glauben, dass Sie sie haben sollten, sondern die echten Schwachstellen, die Ihre Teams daran hindern, zügig zu arbeiten. Fragen Sie sich dann: Welche Werkzeuge stehen mir zur Verfügung, die bei der Lösung dieser Probleme helfen können? KI könnte eines dieser Werkzeuge sein. Es ist sinnvoll, KI-Lösungen für mühsame, sich wiederholende, manuelle Aufgaben in Betracht zu ziehen. Diese Möglichkeiten können Sie in Ihrem Unternehmen wahrscheinlich leicht identifizieren.

Nehmen wir jedoch einmal an, dass das Engagement Ihrer Mitarbeiter zu wünschen übrig lässt und die Mitarbeiter den Wunsch nach besserer Unterstützung in schwierigen Zeiten geäußert haben. In diesem Fall sind zwischenmenschliche Beziehungen und emotionale Intelligenz gefragt, keine algorithmischen Antworten. Wenn man beim Problem ansetzt, lässt sich leichter die passende Lösung finden.

Sollten wir das menschliche Element aus der Technik herausnehmen?

Heute ist KI besonders gut darin, sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren – das digitale Äquivalent zur Fließbandarbeit. Wenn Ihre Backup-Administratoren immer wieder dieselben Widgets bearbeiten oder sich Ihre Dateneingabe-Teams auf rein mühsame Tabellenkalkulationsarbeiten konzentrieren, kann KI definitiv helfen. Aber ich glaube, dass der Aufbau von Beziehungen, kreative Problemlösungen und komplexe Entscheidungsfindungen menschliches Urteilsvermögen, Intuition und Kontextverständnis erfordern, die derzeit noch kein Algorithmus nachbilden kann.

Bei Commvault setzen wir uns für die ethische Entwicklung und den ethischen Einsatz von KI ein. Wir nutzen sie für Aufgaben wie die Umwandlung komplexer regulatorischer Dokumente in prägnante Zusammenfassungen oder die Erstellung zielgerichteter Inhaltsversionen. Dadurch sparen unsere Mitarbeiter Zeit, die sie für wertschöpfendere Tätigkeiten nutzen können. Keine dieser Aufgaben erfolgt ohne sorgfältige menschliche Aufsicht.

Die Unternehmen, die meiner Meinung nach erfolgreich sind, verstehen diesen Unterschied. Sie nutzen KI, um mühsame Aufgaben zu eliminieren, damit sich die Mitarbeiter auf das konzentrieren können, was Menschen am besten können: differenzierte Entscheidungen treffen, Vertrauen aufbauen, komplexe Beziehungen zu Stakeholdern pflegen und Probleme durchdenken, für die es keine klaren Präzedenzfälle gibt.

Ein Rahmenkonzept für die Einführung intelligenter KI

Vor der Implementierung einer KI-Lösung sollten sich Führungsteams folgende Fragen stellen:

  1. Welches konkrete Problem wollen wir lösen? Seien Sie konkret. „Wir wollen effizienter werden“ ist nicht konkret genug.
    Versuchen Sie es mit: „Wir wollen X automatisieren.“
  2. Warum lohnt es sich, dieses Problem zu lösen? Welche Auswirkungen hat es tatsächlich auf das Geschäft?
  3. Wo benötigen wir menschliches Urteilsvermögen, um auf dem Laufenden zu bleiben? Identifizieren Sie die Entscheidungspunkte, die über risikoreiche Szenarien hinausgehen und nicht nur Intelligenz, sondern auch Weisheit erfordern.
  4. Wie werden wir den Erfolg messen? Nicht nur anhand der Akzeptanzraten, sondern anhand der tatsächlichen Problemlösung.
  5. Kehren Sie zu diesem Gespräch zurück. Die erfolgreiche Einführung von KI lässt sich nicht anhand einer einmaligen Messung beurteilen.

Weitere Informationen finden Sie unter „Leitprinzipien für verantwortungsvolle KI“.

Der Weg nach vorn

Nehmen Sie sich Zeit, um Verfahren für den Umgang mit Daten, den Datenschutz und die Entscheidungsbefugnis festzulegen. Wer kontrolliert, welche Informationen in KI-Systeme eingespeist werden? Welche Daten dürfen unter keinen Umständen auf externe KI-Plattformen hochgeladen werden? Wie verhindern Sie, dass Kundendaten zum Trainieren von Modellen verwendet werden?

Wenn Sie Informationen in ein KI-System einspeisen, geben Sie diese möglicherweise nicht nur an diesen Anbieter weiter, sondern auch an dessen Cloud-Anbieter, Unterauftragsverarbeiter und andere Akteure in dessen Datenlieferkette. Ein Geheimnis, das mehr als drei Personen kennen, ist kein Geheimnis mehr – seien Sie also vorsichtig, bevor Sie Ihre Daten an Dutzende von Unternehmen weitergeben. Erfahren Sie mehr über den Ansatz von Commvault unter „Grundsätze für verantwortungsvolle künstliche Intelligenz“. Danielle Sheer ist Chief Trust Officer bei Commvault.

 

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