Die wichtigsten Erkenntnisse
- AI Studio soll die Lücke zwischen experimentellen Ansätzen und skalierbarer KI-Automatisierung auf Produktionsebene schließen.
- Die Agentenbibliothek bietet Unternehmen an einem zentralen Ort einen Überblick über alle Standard- und benutzerdefinierten Agenten, einschließlich klarer Beschreibungen, Kategorien und des Aktivierungsstatus.
- Der Agent Builder erleichtert die Anpassung. Durch Eingaben in natürlicher Sprache lassen sich strukturierte, überprüfbare Arbeitsabläufe erstellen – ganz ohne Programmierung und ohne undurchsichtige Abläufe.
- Die gesamte Logik der Agenten wird vor der Bereitstellung sichtbar gemacht und explizit gespeichert, wodurch die Anforderungen des Unternehmens an Transparenz und Nachvollziehbarkeit erfüllt werden.
- AI Studio wird Teil einer durchgängigen Plattform sein. In Kombination mit Data Activate und AI Protect wird es darauf ausgelegt sein, den gesamten Lebenszyklus der KI-Resilienz zu unterstützen.
Die Automatisierung durch KI verspricht einen enormen betrieblichen Mehrwert. Für die meisten Unternehmen kann der Übergang vom Pilotprojekt zum produktiven Einsatz jedoch schwieriger sein als erwartet – insbesondere bei betrieblichen Arbeitsabläufen wie Datensicherung, Wiederherstellung und Reaktion auf Vorfälle. Bedenken hinsichtlich der Governance, mangelnde Transparenz und die Komplexität bei der Integration verschiedener Tools können oft dazu führen, dass KI nicht in den tatsächlichen, alltäglichen Abläufen zur Gewährleistung der Ausfallsicherheit zum Einsatz kommt.
Unternehmen benötigen eine Möglichkeit, KI direkt in diese Arbeitsabläufe zu integrieren – sicher, kontrolliert und so, dass sie zur tatsächlichen Arbeitsweise von Resilienz-Teams passt. Genau dafür wurde das Commvault AI Studio konzipiert.
Warum die KI-Automatisierung in der Pilotphase ins Stocken gerät
Der McKinsey-Bericht „State of AI in 2025“ zeigt, dass 88 % der Unternehmen KI in mindestens einem Geschäftsbereich einsetzen – doch nur etwa ein Drittel hat eine flächendeckende Einführung über erste Pilotprojekte hinaus erreicht. Die Hindernisse sind branchenübergreifend gleich:
- Die eingeschränkte Transparenz und Kontrolle darüber, welche Agenten vorhanden sind, welche Aufgaben sie erfüllen und wo sie aktiv sind, erschwert es den IT- und Datensicherheitsteams, die betrieblichen Arbeitsabläufe zu überwachen.
- Hoher Aufwand bei der Anpassung der Automatisierung – Teams sind unter Umständen gezwungen, auf manuelle Skripte oder externe Dienste zurückzugreifen, um die integrierten Funktionen an die tatsächlichen Arbeitsabläufe anzupassen, was die Einführung verlangsamt und den ROI einschränkt.
- Bedenken hinsichtlich Vertrauen und Governance – ohne Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit können Unternehmen Agenten nicht ohne Bedenken von der Testphase in den Produktivbetrieb überführen.
Infolgedessen nutzen Unternehmen die Möglichkeiten der KI entweder nicht ausreichend aus oder verlassen sich bei Aufgaben, die problemlos automatisiert werden könnten, auf manuelle Prozesse – und lassen so echte Effizienz- und Resilienzgewinne ungenutzt.
Wir stellen vor: Commvault AI Studio
AI Studio soll Commvaults Antwort auf die Kluft zwischen Governance und Umsetzung sein. Es zielt darauf ab, eine zentrale Schnittstelle bereitzustellen, über die Unternehmen alle Agenten einsehen und verwalten, vorgefertigte Agenten bereitstellen und benutzerdefinierte Agenten mithilfe eines workflowbasierten Ansatzes erstellen können, der dazu beiträgt, das Verhalten transparent, überprüfbar und unter Kontrolle zu halten.
Agentenbibliothek: Ein klarer Überblick über alle Agenten in Ihrer Umgebung
Die Agentenbibliothek wird der Einstiegspunkt in AI Studio sein. Sie bietet eine übersichtliche Auflistung aller in der Umgebung verfügbaren Agenten – sowohl der von Commvault erstellten Standardagenten als auch der vom Kunden erstellten benutzerdefinierten Agenten –, gruppiert nach Typ, und zeigt auf einen Blick den Namen, die Kategorie, die Beschreibung und den Aktivierungsstatus jedes Agenten an.
Zu den Standard-Agenten gehören die grundlegenden Cyber-Resilience-Agenten von Commvault, darunter Arlie Advisor, Arlie Data Sense und Arlie Recover. Die Agentenbibliothek bietet Teams einen zentralen, zuverlässigen Überblick über ihr Resilience-Agenten-Ökosystem, bevor sie Maßnahmen ergreifen.
Agentenverwaltung: Operative Steuerung für jeden Agenten
Wenn Sie einen beliebigen Agenten aus der Bibliothek auswählen, wird eine eigene Detailansicht geöffnet, die Ihnen einen Einblick in die Funktionsweise dieses Agenten vermittelt – seinen Zweck, wie er ausgelöst wird, welche Daten er als Eingaben verwendet, Ausführungsgrenzen sowie grundlegende Nutzungsdaten.
Diese Ansicht enthält auch Aufzeichnungen über die Aktivitäten und Ereignisse des Agenten. Anschließend können Administratoren den Agenten mit einem einzigen Schritt aktivieren oder deaktivieren. Dies gilt einheitlich sowohl für Standard- als auch für benutzerdefinierte Agenten, sodass jeder Agent in der Umgebung denselben Governance-Standards unterliegt.
Agent Builder: Von der Absicht in Alltagssprache zum geregelten Workflow
Mit dem Agent Builder von AI Studio können Administratoren unter Nutzung der Workflows und des MCP-Servers von Commvault benutzerdefinierte Agenten erstellen – ganz ohne Programmieraufwand. Der Prozess beginnt mit der Eingabe in natürlicher Sprache. Ein Administrator kann beschreiben, was er automatisieren möchte – zum Beispiel: „Ich benötige einen Agenten, der erkennt, wenn Speicher- oder Infrastrukturprobleme beginnen, sich auf Backups auszuwirken, und der dabei hilft, diese zu beheben, bevor sie sich auf die SLAs auswirken.“

Das System wird so konzipiert sein, dass es diese Absicht in eine strukturierte Agentenkonfiguration umsetzt, einschließlich Auslösern, Bedingungen und Aktionen, wobei optionale KI-gestützte Schritte von Arlie – wie „Zusammenfassen“, „Empfehlung generieren“ oder „Benachrichtigung entwerfen“ – als explizite Workflow-Schritte zur Verfügung stehen.
Der Administrator kann den vorgeschlagenen Workflow überprüfen, bei Bedarf anpassen – beispielsweise die Auslösehäufigkeit ändern, eine Verteilerliste festlegen oder Schritte neu anordnen – und ihn speichern. Das Ergebnis ist ein nachverfolgbarer, benutzerdefinierter Agent, der in der Agentenbibliothek angezeigt wird und wie jeder andere Agent über die Agentenverwaltung verwaltet werden kann.
Teil einer umfassenderen Vision für die Widerstandsfähigkeit künstlicher Intelligenz
AI Studio wird eine von drei Funktionen sein, die Commvault als Teil einer umfassenderen Plattform angekündigt hat. Data Activate ermöglicht es Unternehmen, Daten aus geschützten Sicherungskopien zu klassifizieren und zu kuratieren sowie regulierte Datensätze für die Verwendung mit LLMs und KI-Pipelines vorzubereiten – wobei Aktualisierungen nach einem wiederkehrenden Zeitplan veröffentlicht werden, der auf die Sicherungsrichtlinien abgestimmt ist, in Formaten wie Apache Iceberg und Parquet, wobei sensible Daten vor der Aktivierung herausgefiltert werden.
AI Protect bietet zentralisierte Transparenz, Schutzkontext, Risikobewertung und geführte Wiederherstellung für KI-Agenten, die in Unternehmensumgebungen, SaaS und in der Cloud eingesetzt werden – und hilft Teams dabei, Agenten sicher zu betreiben und bei Störungen schnell wiederherzustellen. Zusammen decken diese drei Funktionen den gesamten Bereich der KI-Ausfallsicherheit ab: Sie ermöglichen die sichere Nutzung vertrauenswürdiger Daten, die Steuerung und Wiederherstellung von Agenten in der Produktion sowie die Erstellung der agentenbasierten Workflows, die im Betrieb tatsächlich benötigt werden.
FAQs
F: Was ist Commvault AI Studio? A: AI Studio wird die zentrale Plattform von Commvault für die Bereitstellung, Entwicklung und Verwaltung von KI-Agenten sein. Es umfasst eine Agentenbibliothek zur Anzeige aller Agenten in der Umgebung, eine Agentenverwaltung für die operative Steuerung sowie einen Agenten-Builder zur Erstellung benutzerdefinierter Agenten mithilfe workflowbasierter Automatisierung – und das alles ohne Programmieraufwand. F: Für wen ist AI Studio gedacht?
A: AI Studio richtet sich an Commvault-Administratoren und IT-Mitarbeiter, die operative Aufgaben – wie die Überwachung von Fehlern bei Backup-Jobs oder die Benachrichtigung von Beteiligten – automatisieren möchten, ohne dabei auf manuelle Skripterstellung oder externe Entwicklungsressourcen angewiesen zu sein. F: Wie funktioniert der Agent Builder? A: Administratoren können ihre Automatisierungsabsicht in einfacher Sprache beschreiben. AI Studio kann dann einen strukturierten Workflow mit expliziten Auslösern, Bedingungen und Aktionen vorschlagen. Der Administrator kann den Workflow anschließend überprüfen, bei Bedarf bearbeiten und als benutzerdefinierten Agenten speichern. Der daraus resultierende Agent ist sichtbar, nachverfolgbar und wird über dieselbe Oberfläche wie alle anderen Agenten verwaltet. F: Kann KI in benutzerdefinierte Agenten integriert werden? A: Ja – aber bewusst. KI wird gezielt eingesetzt und nicht unsichtbar in das Verhalten von Agenten eingebettet.
F: Welche Standard-Agenten sind von Haus aus verfügbar? A: AI Studio wird mit einer Bibliothek von Standard-Agenten in den Kernbereichen der KI und der Cyber-Resilienz starten, darunter Arlie Data Sense, Arlie Advisor und Arlie Recover. F: In welcher Beziehung steht AI Studio zu AI Protect und Data Activate? A: Alle drei werden Teil der KI-Funktionen der nächsten Generation von Commvault sein. Data Activate unterstützt die Steuerung der Aufbereitung und Aktivierung von Daten für den KI-Einsatz. AI Protect unterstützt die Steuerung von Agenten, die im Produktivbetrieb eingesetzt werden. AI Studio unterstützt Teams bei der Bereitstellung und Erstellung benutzerdefinierter, agentenbasierter Workflows. Zusammen bilden sie einen durchgängigen Lebenszyklus für KI-Resilienz. Teja Medasani ist Principal Product Manager bei Commvault und Vir Choksi ist Principal Product Marketing Manager bei Commvault.